IPL

IPL (intense pulsed light)

 

Bedeutung

Bei der Bezeichnung IPL handelt es sich um eine Abkürzung, welche für „intense pulsed light“ steht. Im Unterschied zur Lasertechnik handelt es sich gerade nicht um gebündelte Lichtstrahlen, sodass sich das Licht über eine breite Fläche auf der Haut verteilen kann. Dies macht die Behandlung eines größeren Bereichs mit einem einzelnen Lichtimpuls möglich.

Das Licht selbst wird vom Körper absorbiert und in Wärme umgewandelt. Dies führt im Ergebnis dazu, dass keine Haare mehr nachwachsen können.

 

 Verfahrensweise

Jede Haarwurzel besteht neben weiteren biochemischen Stoffen hauptsächlich aus Proteinen sowie dem Farbstoff Melanin, welches dem Haar seine spezifische Farbe verleiht. Zu unterscheiden ist hierbei zwischen Eumelanin, welches in blonden, braunen sowie schwarzen Haaren vorkommt und das Phaemelanin, welches für eine rote Haarfarbe verantwortlich ist.

Proteine oder Eiweiße im menschlichen Körper gerinnen bei circa 42° Celsius und werden dadurch unbrauchbar. Trotz der unterschiedlichen Geräte und Verfahren, machen sich alle gerade diesen Effekt für die dauerhafte Haarentfernung* zunutze.

Achselbehandlung dauerhafte Haarentfernung SHR

 

Beim IPL Verfahren werden die Haare und Haarwurzeln stark erwärmt, wodurch das darin enthaltene Eiweiß denaturiert und die Haare danach ausfallen. Im Unterschied hierzu wird beim SHR Verfahren das Eiweiß der Follikel-Stammzellen zur Denaturierung gebracht und im Anschluss durch den Körper selbst abtransportiert.

Beim IPL Verfahren ist ausschließlich der in den Haaren vorhandene Farbstoff Melanin für die Absorption der Lichtimpulse verantwortlich. Bei Aufsetzen des Applikators wandert der Lichtimpuls durch das Haar und erreicht die Haarwurzel. Voraussetzung hierfür ist die aktive Verbindung des Haarschaftes mit der Wurzel. Jedes einzelne Haar durchläuft verschiedene Zyklen. Eine aktive Verbindung besteht ausschließlich in der Wachstumsphase, der sogenannten anagenen Phase.

IPL erzeugt das erforderliche Licht durch einen sehr breiten Wellenlängenbereich. Da jedoch jeder Körper, abhängig von der Haut- und Haarbeschaffenheit, das Licht unterschiedlich stark aufnimmt erfordert das IPL System die Verwendung von Filtern. Diese dienen dazu, die überflüssigen Wellenlängen des Lichts herauszufiltern und nur diejenige Wellenlänge, die für den entsprechenden Haar- und Hauttyp geeignet ist, durchzulassen. Längere Wellenlängen dringen dabei tiefer in das Gewebe ein, als kürzere. Schwarze Haare haben eine höhere Absorption als blonde. Unabhängig von der Farbe des Haares wird die Haarzwiebel bei Ankunft der Lichtstrahlen auf circa 70° Celsius erhitzt.

 

Grenzen und Risiken

Da die Absorption über den Farbstoff Melanin erfolgt, ist eine erfolgversprechende Behandlung von weißen Haaren, denen gerade dieser Farbstoff fehlt, nicht möglich.

Der Farbstoff in roten Haaren (Phaemelanin) absorbiert das Licht in deutlich geringerem Maße als bei schwarzen oder braunen Haaren, was eine erfolgsversprechende Behandlung erschwert. 

Bei diesen beiden Haartypen existiert die Möglichkeit der Behandlung mittels Elektro-Epilation.

Melanin ist ebenfalls für die Farbgebung der Haut verantwortlich. Mithin wird beim IPL Verfahren nicht nur die Haarwurzel sondern auch die Haut selbst mit erwärmt. Da auch hier bis zu 70° Celsius entstehen können, handelt es sich um ein relativ schmerzhaftes Verfahren. Da bei dunkler Haut der Melaningehalt höher ist, besteht ein größeres Risiko von Verbrennungen.

 

Vor und nach der Behandlung

Vor und nach der Behandlung sollten intensive Sonnenstrahlen vermieden werden. Vom Besuch des Solariums wird aufgrund der hohen Strahlung gänzlich abgeraten. Andernfalls kann es nach der Behandlung zu unterschiedlichen Pigmentierungen (Hypopigmentierung) kommen.